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Dialego befragte Autofahrer in ganz Deutschland. Das Ergebnis: Nur knapp jeder Dritte empfindet die Atmosphäre in Tankstellenshops als angenehm.

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Christian Warning, Geschäftsführer von The Retail Marketeers, rät Tankstellenbetreibern unbedingt, in Shops und Bistros für eine gute Atmosphäre zu sorgen.

Die Tankstelle der Zukunft

Formate für Shops von morgen


Der Wettbewerb um die Gunst des mobilen Kunden stellt sich als ewige Herausforderung immer wieder neu. Vor dem Hintergrund verloren gegangener Convenience-Kompetenz seitens der Tankstellen soll sie mit klugen Formaten und Konzepten für den Tankstellen-Shop zurückerobert werden.

Ladenbauer inszenierten bereits moderne Designs mit beachtlichem Wohlfühlambiente für Tankstellen-Shops, die darüber hinaus zugleich den praktischen Ansatz für schnelle und unkomplizierte Arbeitsabläufe im Bistro oder etwa einem Restaurant der Tankstelle schaffen. Dazu gehört dann auch gut ausgebildete oder gut geschulte Kräfte im Team zu haben, die Kundenwünsche nicht nur gern erfüllen, sondern vor allem dazu in der Lage sind. Frisch zubereiteter Kaffee und auch Kaffeespezialitäten in gleichbleibend hoher Qualität beispielsweise zählen heute zu den Selbstverständlichkeiten, die Kunden erwarten. Trotz großer Erfolge im Kaffeegeschäft an der Tankstelle bleibt das Image, lediglich „Plörre“ zu verkaufen, so das Fazit eines großen Mineralölunternehmens. Großhandelsspezialist Lekkerland entwickelt die Zukunft im Tankstellen-Shop neu und sieht die Entwicklungsansätze im sogenannte Retail Enablement und erkennbaren Trends, die aufzugreifen und aufzubereiten sind. Jüngstes Konzept ist der Pilot für das Frischwerk, eine in einem Tankstellen-Shop implementierte Bäckerei, auch Backschmiede getitelt. Der oder die Mitarbeiter sind eigens dafür zuständig.

Keine Haken setzen

Ginge es nach dem Branchenexperten Christian Warning, Geschäftsführer von The Retail Marketeers, muss es den Tankstellen vor allem auch gelingen, Atmosphäre zu schaffen. Er warnt vor dem Hintergrund ständiger Weiterentwicklung: „Wir müssen aufpassen, nicht überall einen Haken zu machen, mit der Begründung dies oder das im Griff zu haben.“ Er weist im Übrigen ebenso darauf hin, dass es „kein morgens, mittags und abends mehr gibt, sondern den ganzen Tag.“ Das eigentliche, zugleich offene Geheimnis ist, noch näher an den Kunden und damit an seine Wünsche der Unterwegsversorgung zu gelangen. Schließlich kaufen Kunden nicht nur Produkte, sondern auch Gefühle.

Wichtig scheint außerdem, vor allem von großen und erfolgreichen Unterwegsversorgern im Einzelhandel zu lernen und mit ihnen bestenfalls zum gegenseitigen Vorteil zu kooperieren. Die geschäftliche Liaison von Aral und Rewe sei stellvertretend für eine kluge, erfolgversprechende Partnerschaft genannt, von der Tankstellenkunden und Tankstellenunternehmer profitieren. Lohnenswert sind aufgeschlossene Positionen mit Blick über den Tellerrand und die Bereitschaft, von erfolgreichen ausländischen Retailern zu lernen, die erwiesen mit ihren Lieferanten transparent und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Kunden zu Gästen machen

Demgegenüber stehen die konkreten Wünsche der Kunden am jeweiligen Standort der Tankstelle, die auf konkret gestellte Fragen mit vielen persönlichen Vorschlägen antworten. Der bekannte digitale Marktforscher Dialego befragte Kunden. Das Ergebnis – Wesentliches passt, das verbleibende Potential für Verbesserungen ist reichlich. Die Vorschläge reichen von einem Service-Point als Tourist Info Center über das Angebot von Entspannung und Wellness durch Massagesalon und Sonnenstudio bis zur Möglichkeit, auf großen TV-Bildschirmen die Spiele der Bundesliga zu verfolgen. Selbst ein Kicker- oder Billardtisch wurde als erweiterte Service-Konstellation genannt.

Fazit: Shop-Formate der Zukunft orientieren sich noch stärker an den Wünschen der Kunden. Es sind individuelle Lösungen für den konkreten Standort. Was bleibt, ist die Herausforderung, das Image der Tankstelle als Ort des Kraftstofferwerbs aufzubrechen und Kunden zu Gästen zu machen, die sich wirklich wohl und bestens aufgehoben fühlen. Es besteht noch immer reichlich Entwicklungspotential und damit durchaus die Chance, sich zu differenzieren und erfolgreich zu sein.

Bernd Fiehöfer

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