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Münsteraner Kult-Ermittler drehten an bft-Tankstelle

Jan Josef Liefers und Axel Prahl standen in Weilerswist für Tatort vor der Kamera

Schon von weitem war im rheinländischen Weilerswist auf der Kölner Straße ersichtlich, dass hier ein Fernsehteam am Werk war: „Achtung, Filmaufnahmen“ stand auf großen Schildern am Anfang und Ende eines mehrere Hundert Meter langen Streckenabschnitts an der Freien Tankstelle. Männer und Frauen in Warnwesten sperrten immer wieder die Straße ab, setzten Pylone auf die Fahrbahn oder räumten diese wieder weg.

Das wohl beliebteste Tatort-Ermittler-Duo Deutschlands, Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl), hatte Anfang Dezember einen Einsatz an der Station von André Simon, der in einem sehr wichtigen Auftrag für den Münsteraner Pathologen mündete: „Kaufen Sie einfach eine Bockwurst“, empfahl Kommissar Thiel dem Rechtsmediziner. Doch was haben Bockwurst und „Fußpilz“ miteinander zu tun?

„Fußpilz“ ist der Arbeitstitel für den neuen Tatort aus Münster, in dem die Bockwurst eine kleine, aber nicht unwichtige Rolle spielt. Denn sie kommt nicht aus der Requisite, sondern tatsächlich aus der Imbisstheke der Weilerswister bft-Tankstelle. „Die Schauspieler haben bei mir die Bockwurst mit Appetit gegessen“, freute sich André Simon nach Drehschluss.

Rund 40 Personen arbeiteten an einem Vormittag konzentriert daran, dass aus dem halben Drehtag auch wirklich perfekte 100 Sekunden „Tatort“ werden. Tankstellenbetreiber André Simon nutzte die Chance, sich mit den TV-Stars Jan Josef Liefers und Axel Prahl fotografieren zu lassen. Auch einige Zaungäste ließen sich gerne mit den prominenten Schauspielern ablichten. Boerne und Kommissar Thiel sind eben Kult.

Überhaupt, so Produktionsleiterin Marion Sand, nutze man gerne Örtlichkeiten im Rheinland, um die Münster-Tatorte zu vervollkommnen. Die Location in Weilerswist habe Münsteraner Flair. „Das hier mit den verklinkerten Häusern könnte auch im Umfeld von Münster sein“, sagte sie. Sie hat schon knapp ein Dutzend Münsteraner Tatorte produziert, darunter den „Frauenflüsterer“, für den eine spektakuläre Massenschlägerei in einer damals leer stehenden Gaststätte in Heimerzheim gedreht wurde. Auch die kleine Verbindungsstraße zwischen den Dützhöfen bei Heimerzheim und Waldorf ist ihr als Drehort für diese Tatorte nicht unbekannt.

Doch zurück zu „Fußpilz“, jenem eher unappetitlichen Arbeitstitel für einen Krimi, der im Tanzsport-Milieu spielt und von witzigen Dialogen lebt. Deshalb drehte das Tatort-Team auch in einer Tanzschule in Brühl, bevor es nach Weilerswist kam.

Die auf dem Gelände der bft-Tankstelle an der Kölner Straße in Weilerswist (Kreis Euskirchen) abgedrehte Handlung ist rasch erzählt, ohne Geheimnisse zu verraten. Professor Karl-Friedrich Boerne fühlt sich verfolgt und fragt telefonisch bei Kommissar Thiel an, was er tun solle. Der lotst ihn zu der Tankstelle, wo er sich an einer Tanksäule über den geöffneten Motorraum eines PKW beugt.

Als Boerne mit seinem 410 PS starken Maserati Quattroporte anrollt und mit dem Smartphone am Ohr aussteigt, fragt Boerne unauffällig telefonisch bei Thiel an: „Und was soll ich jetzt tun?“ Da erhält er von Thiel die Order, eine Bockwurst in der Tankstelle zu kaufen. Derweil macht sich der Motorradfahrer (Max Hemmersdorfer), der Boerne verfolgt hatte, am Kofferraum des Maserati zu schaffen. Und Thiel rennt los, um den Mann festzunehmen. „Cut“ – im Kasten, nächste Einstellung ...


Bernd Zimmermann

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